Luftentfeuchter für den Waffenschrank

Luftentfeuchter können in Waffenschränken, Tresoren oder Aufbewahrungsboxen einer zu hohen Luftfeuchtigkeit entgegenwirken und damit die Hauptursache für Rost, Schimmel oder unangenehmen, modrigen Geruch bekämpfen.

Speziell für den Waffenschrank: Entfeuchter im Einsatz

Im Gegensatz zu elektrischen Luftentfeuchtern, werden im Handel spezielle Waffenschrank-Luftentfeuchter verkauft. Es handelt sich hier in der Regel um kleine Säckchen oder Beutel, die mit einem Salz sowie Granulat oder Tonerde gefüllt sind. Abhängig vom Hersteller handelt es sich zumeist um ungiftige, natürliche und geruchlose Inhaltsstoffe.

Sollten Sie sich einen Entfeuchter für den Waffenschrank kaufen, achten Sie darauf, dass diese wiederverwendbar ist. Dass die Salz-Granulate Wasser binden erkennen Sie untrüglich an der zu beobachtenden Gewichtszunahme. Wiegen Sie ihr Modell daher unbedingt, bevor Sie dieses seinem Einsatzzweck zuführen. Eine Gewichtszunahme um 50 % ist im Regelfall gut möglich. Teilweise zeigt auch ein Indikator an, wann es Zeit ist den Entfeuchter zu wechseln. In jedem Fall sollten sie diesen dann austauschen oder, falls möglich, trocknen und damit regenerieren und erneut einsatzfähig machen. Die dem Produkt beiliegende Beschreibung sollte Auskunft darüber geben, ob Sie den entfeuchter auf der Heizung trocknen können bzw. sollten, oder ob er für den Trocknungsprozess kurzzeitig in die Mikrowelle oder den Backofen muss. Das Waffenschrank-Luftentfeuchter-Säckchen verliert dabei an Wasser (und Gewicht) und steht erneut für den Gebrauch zur Verfügung. Gewöhnlich ist er dann wieder mehrere Monate lang einsetzbar. Falls Sie zwei Luftentfeuchter haben, genießen Sie den Luxus stets einen Trocknen zu können, während der andere seinen Zweck im Schrank erfüllt.

WICHTIG: Aufgrund der natürlichen Inhaltsstoffe kann ein handelsüblicher Entfeuchter für den Waffenschrank über den Hausmüll gefahrlos entworgt werden.

Gibt es Hausmittel oder günstige Alternativen zum Waffenschrank-Luftentfeuchter?

Viele Anwender berichten davon, Erfolg mit dem Platzieren von Reiskörnern im Aufbewahrungsschrank zu haben. Reis hat das Vermögen Wasser zu binden. Der Effekt ist bekannt: In vielen Salzstreuern werden einige Salzkörner beigefügt, damit der Reis aufgrund eintretender Feuchtigkeit nicht verklumpt. Eine handvoll Reiskörner werden hierfür in einen Beutel aus Stoff gegeben, oder alternativ auch in einen ausrangierten Strumpf geschüttet. Dieser lässt sich dann im Schrank platzieren oder aufhängen. Bei deutlich erhöhter Luftfeuchtigkeit, oder wenn Waffen bereits Schaden genommen haben, mag diese Maßnahme nicht mehr ausreichen. Für den Hausgebrauch jedoch kann das Zugeben von Reis eine natürlich und vor allem sehr kostengünstige Alternative sein.

WICHTIG: Beachten Sie, dass es nicht ratsam ist die Luftfeuchtigkeit im Waffenschrank, Tresor oder einer Aufbewahrungsbox unter einen natürlichen Wert abzusenken. Insbesondere Elemente aus Holz können sich verziehen und ungünstige Spannungen erzeugen. Zu hoch gilt die Luftfeuchtigkeit jedoch über einem Wert von 60 % relative Luftfeuchtigkeit (rF).

Was tun gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit im Waffenschrank?

Zunächst einmal gilt es abzuklären, warum die Luftfeuchtigkeit im Waffenschrank, bzw. im Raum, in dem sich der Aufbewahrungsschrank für die Waffen befindet, so hoch ist.

Informieren sie sich daher, ob im Extremfall gar bauliche Veränderungen notwendig sind, oder ob sich durch Anpassen der Umstände Einfluss auf die Feuchtigkeit der Raumluft nehmen lässt. Zum Beispiel können weitere Elektrogeräte im Zimmer, eine unzulängliche Dämmung, mangelndes Lüften oder kondensierende Warmluft determinierende Faktoren sein. Kurzfristige Änderungen von Wetter oder Temperaturen können ebenso zum Kondensieren von Wasser führen, wie Kühl- oder Gefrierschränke, die Wärme und Kondenswasser abgeben, was sich dann am (kalten) Schrank niederschlägt. Ein Waschraum im Keller wäre ebenso wenig ein guter Platz um Ihre Waffen zu lagern. Denn gasdicht sind die Sicherheitsschränke nicht, und über den nicht zu vermeidenden Luftaustausch dringt unweigerlich (feuchte) Luft ins Innere. Damit einher gehen Modergeruch, Korrosion und Schimmel.

Sie werden daher mit keiner der oben genannten Maßnahmen langfristig glücklich werden, oder das Problem in den Griff bekommen, wenn das Raumklima derart gestört ist. Hier mag es schlussendlich die einfachste Alternative sein, anstelle dem Anschaffen eines Luftentfeuchtungsgeräts, über die Möglichkeit nachzudenken den Waffenschrank in einem anderen Raum zu platzieren.
Selbstredend gilt es Maßnahmen der Pflege ihrer Waffen pflichtbewusst durchzuführen. Ist diese nass geworden, sollte sie vor der Lagerung gut getrocknet werden. Dies schließt insbesondere auch die Pflege mit einem vernünftigen Öl für Waffen ein, jeweils für den (hölzernen) Schaft sowie für Metalloberflächen. Diese physikalischen Maßnahmen sind vermutlich mit der beste Schutz vor Flugrost oder Korrosion.

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