Granulat Luftentfeuchter Test

Luftentfeuchter mit Granulat

Eine Alternative zu teuren, elektrischen Luftentfeuchtern sind Granulat-Luftentfeuchter. Sie bestehen aus einem Behälter in Form eines Kissens oder einer Box und sind mit einem Granulat bzw. Salz, welches die Luftfeuchtigkeit binden soll, gefüllt. Die kleinen Behälter sind überaus mobil und flexibel einsetzbar und daher sehr beliebt. Doch halten sie auch, was sie versprechen und entfernen sie zuverlässig Feuchtigkeit in problematischen Räumen?

Die Funktionsweise von Granulat-Luftentfeuchtern

Luftentfeuchter mit Granulaten sind sehr einfach aufgebaut und stets mit einem hygroskopischen Material gefüllt. Dieses Granulat oder Salz zieht Feuchtigkeit an und entfernt sie so aus der Luft. Am bekanntesten sind die Boxen, in denen ein Granulatblock in einem Korb liegt und Wasser anzieht. Dieses wird zusammen mit dem sich langsam auflösenden Granulat im darunter liegenden Tank aufgefangen. Die Kapazität ist bei diesen Boxen meist auf einen Liter begrenzt und damit nur eine geringe Entfeuchtung möglich, wenn man bedenkt, dass täglich viele Liter an Wasserdampf durch Kochen, Atmen, Duschen und Zimmerpflanzen in die Luft gelangen. Zudem müssen die Boxen regelmäßig entleert werden.

Besonders für mobile Anwendungen wie z. B. im Auto gibt es eine weitere Variante von Granulat-Entfeuchtern. Sie sind meist in einer praktischen Kissenform erhältlich und mit einem Air Dry-Material gefüllt. Dieses zieht ebenfalls Feuchtigkeit an, löst sich aber nicht auf, sondern kann beliebig oft getrocknet werden. Dazu legt man es einfach auf die Heizung oder in die Mikrowelle und kann es anschließend erneut nutzen. Somit erspart man sich den ständigen Nachkauf des Granulats, muss aber regelmäßig für die Trocknung des Granulats sorgen. Die Aufnahmefähigkeit ist zudem sehr begrenzt, aber für den Einsatz in kleinen Räumen z. B. im Auto ausreichend. Das lästige Beschlagen der Scheiben kann man so gut in den Griff bekommen.

Wo kommen Granulat-Luftentfeuchter zum Einsatz?

Besonders in Kellern, Gartenhäuschen, Wohnwagen oder auf Booten schafft man es häufig nicht, die hohe Luftfeuchtigkeit durch Heizen oder Lüften abzusenken. Um hier dennoch den Schimmelbefall zu vermeiden, empfiehlt sich der Einsatz von Luftentfeuchtern. Da es nicht überall Strom gibt oder man aus Sicherheitsbedenken lieber auf den Betrieb von elektrischen Luftentfeuchtern verzichten möchte, sind Granulat-Entfeuchter, die ohne Strom auskommen, eine interessante Alternative. Zudem sorgen sie auch im Auto für eine sichere Fahrt, da sie in der kalten Jahreszeit das Beschlagen der Scheiben verhindern.

Granulat-Entfeuchter oder elektrische Luftentfeuchter?

Luftentfeuchter auf Granulatbasis können je nach Größe nur eine sehr begrenzte Menge Wasser (meist nicht mehr als 1 Liter) aufnehmen und arbeiten nur sehr langsam. Wer starke Feuchtigkeitsprobleme hat und diese nicht durch Heizen und Lüften absenken kann, sollte besser auf leistungsfähige elektrische Geräte zurückgreifen. Sie besitzen nicht nur deutlich größere Tanks und teilweise Abwasserschläuche, sondern entziehen der Luft dank einer Kombination aus Ventilator und Kompressor viel mehr Feuchtigkeit. Die anfänglich höheren Anschaffungskosten relativieren sich nach längerem Gebrauch ebenfalls, denn die Stromkosten sind lange nicht so hoch, wie der ständige Nachkauf von Granulatblöcken.
Wer dagegen in abgelegenen Räumen keinen Strom hat oder aus Sicherheitsgründen auf elektrische Geräte verzichten möchte, kann dennoch auf Granulat-Luftentfeuchter zurückgreifen.

Vorteile der Granulat-Luftentfeuchter:

  • niedrige Anschaffungskosten
  • kein Stromverbrauch

Nachteile der Granulat-Luftentfeuchter:

  • geringe Kapazität eund Entfeuchtungsleistung
  • kein Dauerbetrieb möglich
  • hohe laufende Kosten wegen des Nachkaufs des Granulats (bei Boxen)

Fazit

Luftentfeuchter mit Granulaten sind besonders flexibel und leicht einsetzbar. Auch in abgelegenen Räumen und Orten wie dem Ferienhaus, dem Wohnwagen oder dem Keller sowie im Auto sind sie eine Alternative zu elektrischen Entfeuchtern, die Strom benötigen. Für den täglichen Hausgebrauch empfehlen sich dagegen elektrische Geräte, die deutlich mehr leisten und auf Dauer sogar günstiger im Betrieb sind. Die günstigste Alternative, um gefährlichen Schimmel und muffige Gerüche zu vermeiden, ist jedoch regelmäßiges Stoßlüften und korrektes Heizen. Nur wenn dies nicht ausreicht, sollte man auf Luftentfeuchter zurückgreifen.

Letzte Aktualisierung am 23.11.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API