Bautrockner

Bautrockner Test

Bautrockner sind Luftentfeuchter, die beim Bauen und Renovieren helfen, Wände und Böden schneller trocknen zu lassen. Dabei kann man „normale“ Luftentfeuchter nutzen oder spezielle Geräte, die besonders viel Power besitzen und ihre Arbeit schnell erledigen. In diesem Artikel schauen wir daher einmal, ob und wann Bautrockner Sinn machen.

Warum werden Bautrockner genutzt?

Während des Baus eines Hauses werden mehrere 1.000 Liter Wasser beim Innenputz und Estrich verbaut. Aufgrund der relativ undurchlässigen Außenwände moderner, gut gedämmter Wohnhäuser kann diese Feuchtigkeit nur schwer auf natürlichem Wege aus dem Gebäude gelangen. Unter idealen Außenbedingungen kann man mit erhöhtem persönlichem Aufwand durch mehrmaliges, tägliches Stoßlüften ein „Trockenlüften“ erreichen. Im Sommer kann es aber auch schnell passieren, dass zusätzliche Feuchtigkeit von außen eindringt, da warme Luft deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte. Die warme Außenluft kann dann an den kühleren Innenwänden kondensieren und das Problem verstärken. Nicht umsonst machen Neubau-Feuchteschäden mindestens 90 Prozent aller Bauschäden aus.

Ein Bautrockner ist also beim Neubau eines Wohnhauses oft unerlässlich, um Wände und Böden schneller trocknen zu lassen. Neben der Vermeidung von Bauschäden bietet der Einsatz eines Bautrockners aber auch noch weitere Vorteile. So können Folgearbeiten wie das Verlegen der Fußböden, das Streichen der Wände, Fließarbeiten und weitere Trockenarbeiten deutlich früher erledigt werden. Wer zur Miete wohnt, kann oft einige Monate an Mietkosten einsparen, denn durch den Einsatz von Bautrocknern verkürzt sich die Bautrocknung um etwa 50 bis 80 Prozent. Die Investition in einen Bautrockner – egal ob Miete oder Kauf – lohnt sich aber auch aufgrund der Heizkostenreduzierung in den Folgejahren sowie durch die Vermeidung von nicht kalkulierbaren Kosten aufgrund eventueller Feuchtigkeitsschäden.

Vorteile einer Bautrocknung mittels Bautrockner im Überblick:

  • Anschlussarbeiten (Maler, Trockenbauer etc.) können schneller erfolgen,
  • Verhinderung von Schimmelpilz- und Hausschwammbildung,
  • mögliche Mietkosteneinsparung durch kürzere Bauzeit,
  • persönlicher und zeitlicher Aufwand für die Trocknung wird reduziert,
  • während der Trocknungsphase kann der Neubau komplett verschlossen bleiben,
  • bis zu 300 % weniger Heizkosten in den ersten fünf Jahren (dank trockener Bauelemente),

Wann macht ein Bautrockner Sinn?

Ob die Nutzung eines Bautrockners Sinn macht, wie er im Bautrockner Test vorgestellt wird, kommt auf die jeweilige Situation an. Generell sollte man erst einmal die Ausgangslage analysieren und eventuelle Alternativen prüfen. Regelmäßiges Stoßlüften in Kombination mit entsprechendem Heizen kann für eine Trocknung sorgen, dauert meist aber viel zu lang. Drängen weitere Bauarbeiten, der Einzug oder drohen sogar Bauschäden und Schimmel, sollte man unbedingt auf einen Bautrockner zurückgreifen. Zudem kann Stoßluft schlecht für Estrichböden sein, da er sich so verziehen und reißen kann.

Beim Hausbau machen Bautrockner also oft Sinn, um die viele Tausend Liter an Wasser aus dem Boden bzw. den Wänden zu ziehen. Wer dagegen mit einem feuchten Keller kämpft, sollte zunächst einmal die Ursachen analysieren. Dringt immer wieder Wasser von außen durch die Kellerwände, ist die Sanierung der Kellerwände nötig. Ein Bautrockner lindert hier nur die Symptome und ist auf die Dauer zu kostenintensiv. Nach der Sanierung kann er jedoch genutzt werden, um die Trocknung zu beschleunigen.

Tipps für den Einsatz von Bautrocknern

Um die Leistungsfähigkeit von Bautrocknern zu steigern, sollte man versuchen, die Temperatur in den entsprechenden Räumen auf mindestens 18 °C zu bringen. Denn warme Luft kann deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen und der Bautrockner so mehr Wasser aus der Luft entziehen. Im Winter sollten Sie daher mithilfe eines Elektro-Heizers oder durch die bereits vorhandene Heizung im Haus zuheizen. Im Sommer reichen die Umgebungstemperaturen dagegen meist aus. Auch wenn die Geräte eine maximale Temperaturumgebung von über 30 °C verkraften, macht es energetisch gesehen, nur wenig Sinn solch hohe Temperaturen einzuheizen. Im Dauerbetrieb und bei Temperaturen um die 18 °C schaffen professionelle, auf die Größe des Raumes bzw. Hauses angepasste Bautrockner ihre Aufgabe bereits in ca. 3 bis 4 Wochen.

Bautrockner kaufen oder mieten?

Die Kosten für professionelle Bautrockner liegen im vierstelligen Bereich, während normale Lufttrockner schon für deutlich weniger Geld zu bekommen sind. Dennoch sollte man sich gut überlegen, welches Gerät man nutzt. Einerseits könnte man zwar einen normalen Lufttrockner kaufen und ihn später bei Bedarf auch in der Wohnung nutzen. Andererseits sind diese Geräte meist nicht ausreichend effizient. Wer also schnell trockene Wände oder Böden benötigt, sollte darüber nachdenken, sich einen professionellen Bautrockner auszuleihen. Der Kauf macht natürlich wenig Sinn, wenn man keinen eigenen Baubetrieb besitzt. Im Internet findet man zahlreiche Anbieter, aber auch viele Fachbetriebe und sogar Baumärkte bieten entsprechende Geräte an. Die Kosten sind dabei abhängig von der Leistung des Gerätes. Lassen Sie sich dabei am besten vom Fachmann beraten, um optimale Ergebnisse für Ihr Vorhaben zu erzielen.