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Luftentfeuchter im Test

Empfehlenswerte elektrische Entfeuchtungsgeräte, wie auch klassische Raumluftentfeuchter mit Granulat, werden Ihnen mit dem Luftentfeuchter Test anschaulich präsentiert.

Muffiger Geruch oder gar Stockflecken und Schimmelbildung sind die unangenehmen Folgen zu hoher Luftfeuchtigkeit. Vor allem im Keller und kalten Ecken breitet sich der Schimmel aus und gefährdet die Gesundheit. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen kann durch gut abgedichtete Fenster, luftundurchlässige Baumaterialien und falsches Lüften entstehen. Wäschetrocknen, Kochen und Duschen sorgen wie der Mensch selbst für weitere Feuchteeinträge, die manchmal auch durch verstärktes Lüften nicht beseitigt werden können. Hier sind Luftentfeuchter gefragt, um den Sättigungsgrad der Luft zu senken. Mit dem Luftentfeuchter Test stellen wir Ihnen beliebte und bewährte Modelle vor.

Was bedeutet zu hohe Raumluftfeuchtigkeit?

Durch falsches Lüften kann sich im Winter Schimmel in Wohnräumen bilden. In den Sommer- und Herbstmonaten trifft es dagegen vor allem kalte Keller oder Räume mit kalten Wänden. Trifft hier warme Luft, die deutlich mehr Wasser aufnehmen kann, auf die kühlen Flächen, kondensiert der Wasserdampf und kann so zu Schimmelbildung führen.

Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit (rF). Bei 75 bis 85 Prozent rF gedeihen dagegen Hausschwamm, Schimmelpilze und Milben vor allem in kalten Ecken und an schlecht belüfteten Stellen perfekt. Luftentfeuchter, wie sie im Luftentfeuchter Test präsentiert werden, helfen die Luftfeuchtigkeit zu senken, allerdings beseitigen sie nicht deren Ursache. Die Suche nach Leckagen sowie die Beseitigung baulicher Mängel ist daher die wichtigste Maßnahme bei feuchten Räumen.

Was ist ein Luftentfeuchter?

Ein Luftentfeuchter ist ein Gerät, welches die absolute Luftfeuchtigkeit in einem Raum senken soll. Es wird sowohl zur Trocknung von Neu- und Altbauten oder nach dem Auftreten von Wasserschäden als auch zur Verhinderung von Schimmelbildung in konstant feuchten Räumen eingesetzt. In Kombination mit Luftbefeuchtern können sie auch dazu genutzt werden, die Luftfeuchtigkeit in Räumen konstant zu halten. Kleinere, stromlose Luftentfeuchter werden aber auch in Fahrzeugen eingesetzt, um das Beschlagen der Fensterscheiben zu vermeiden.

Um diese Zwecke zu erfüllen, nutzt man drei verschiedene physikalische Methoden:

  • Kondensation
  • Adsorption an ein Adsorptionsmittel
  • Absorption in hygroskopischen Flüssigkeiten

Kondensationstrockner

Luftentfeuchtungsgeräte, die auf Kondensation beruhen, scheiden Wasser aus der Luft, indem sie sie abkühlen. Dafür besitzen diese Luftentfeuchter wie Kühlschränke drei Hauptbauteilen: einen Kompressor, einen Kondensator und einen Verdampfer. Die feuchte Luft wird dabei durch ein Kühlsystem geleitet und so zum Kondensieren gebracht. Der kondensierte Wasserdampf wird in einem Behälter aufgefangen, während die getrocknete, wieder aufgewärmte Luft entweicht.

Diese Kondensationstrockner sind im normalen Hausgebrauch weit verbreitet, arbeiten bei niedrigeren Temperaturen allerdings deutlich schlechte und versagen bei einer Raumlufttemperatur von unter 8 °C ganz.

Adsorptionstrocker

Die auf Adsorptionsmitteln beruhenden Entfeuchter leisten dagegen bessere und auch schnellere Ergebnisse in kalten Räumen. Da sie völlig unabhängig von Umgebungstemperaturen arbeiten, sind sogar bei Minusgraden effizient. Bei den teureren und auch energieintensiveren Kondensationstrocknern wird die Luft mit einem Ventilator über ein Adsorptionsmittel geleitet. Dies ist entweder eine hygroskopische Flüssigkeit, meist aber ein Silikagel. Das Adsorptionsmittel bedarf nach einer gewissen Zeit einer Regeneration und muss getrocknet werden.
Dank seiner Unabhängigkeit von der Umgebungstemperatur ist ein Adsorptionstrockner ideal für die Entfeuchtung von kalten Kellerräumen.

Stromlose Luftentfeuchter

Adsorptionstrockner gibt es übrigens auch in einfacher Form für das Auto oder kleinere Räume. Sie sind als Kissen oder Behälter erhältlich und entfeuchten den Raum durch ein entsprechendes Granulat. Je besser die Luftdurchmischung in diesen Räumen ist, desto besser funktionieren sie. An die Leistung elektrischer Geräte kommen sie allerdings nicht heran.
Wer also konstant mit hoher Luftfeuchtigkeit zu kämpfen hat oder einen Wasserschaden dringend beseitigen muss, sollte über die Anschaffung eines elektrischen Luftentfeuchters nachdenken. Benötigt man den Luftentfeuchter nur zum schnelleren Trocknen von Neubauten o. ä., kann man auch über die Ausleihe eines solchen Gerätes nachdenken.

Worauf sollte man beim Kauf eines Entfeuchters achten?

  • Mögliche Eigenschaften und Features eines elektrischen Luftentfeuchters:
  • Entfeuchterleistung
  • elektronisches Hygrostat
  • 24-h-Timer
  • Überlaufschutz mit Abschaltautomatik
  • integrierter Ablaufschlauch
  • Geräuschpegel

Entfeuchter sind unterschiedlich leistungsfähig. Die jeweilige Entfeuchterleistung wird in Litern pro Tag, also 24 Stunden, angegeben. Entscheidend für den Kauf, ist es daher folgende Parameter zu kennen: Luftfeuchte, Raumgröße und Zielfeuchtigkeit. Nur so kann ein Entfeuchter optimal ausgewählt und auf den jeweiligen Einsatzort abgestimmt werden.
In der Regel kann man mit einem Adsorptionstrockner den Luftfeuchtewert um bis zu 5 Prozent heruntertrocknen. Zu stark sollte der Raum aber auch nicht ausgetrocknet werden. So ist zum Beispiel in Räumen mit tragenden Holzteilen Vorsicht geboten.
Für eine konstante Luftfeuchtigkeit sollten die Luftentfeuchter mit einem elektronischen Hygrostat ausgestattet sein. So bleibt auch im Dauerbetrieb die Zielfeuchte automatisch konstant. Billigere Entfeuchter besitzen dieses Regelungselement meist nicht und lassen sich nur ein- oder ausschalten. Oft verfügen im Gegenzug aber über einen 24-h-Timer.
Da die meisten Luftentfeuchter einen Überlaufschutz mit Abschaltautomatik haben, ist ein integrierter Ablaufschlauch sinnvoll. Er entleert den Tank automatisch und macht den Betrieb von Luftentfeuchtern im Dauerbetrieb oder in abseits gelegenen Räumen sowie Gartenhäuschen leichter.
Der Geräuschpegel, den ein Luftentfeuchter verursacht, ist nicht unerheblich. Je nach Einsatzort sollte man auch darauf achten. Während in Wohnungen schon 50 dB(A) gut hörbar sind, stören in wenig genutzten Kellern auch Werte von über 60 dB(A) kaum.

Achten Sie auf diese Eigenschaften, um Ihren optimalen Luftentfeuchter zu finden und wirksam Schimmelbildung sowie muffige Gerüche zu vermeiden.

Der richtige Luftentfeuchter für den eigenen Bedarf

Mittlerweile gibt es zahlreiche Luftentfeuchter auf dem Markt, weswegen sich nicht wenige Menschen fragen: Welches Gerät ist das richtige? Prinzipiell sollten zunächst einige Dinge geklärt sein, bevor man sich entscheidet. Wichtige Faktoren sind unter anderem, wie viele Menschen sich im entsprechenden Zimmer regelmäßig aufhalten werden, wie lange am Tag dies der Fall ist und welche Fläche der Raum besitzt. Einige Geräte lassen sich darüber hinaus mit einer praktischen Zeitschaltuhr steuern – hier muss entschieden werden, ob man diese benötigt oder nicht. Der Geräuschpegel des Luftentfeuchters ist ebenfalls ein Punkt, den man bedenken muss.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Menschen sich in einem Raum aufhalten, desto höher die Luftfeuchtigkeit. Sollte es Phasen am Tag geben, in denen der Raum leer steht, dann lohnt sich der Kauf eines leistungsstarken Luftentfeuchters, der mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet ist. So kann das Gerät dann betrieben werden, wenn alle Personen nicht zu Hause, also beispielsweise bei der Arbeit sind und niemand wird durch das Geräusch belästigt. Wichtig: Ein Luftentfeuchter kann zwar regelmäßig, aber nicht dauerhaft – wie unter anderem während der Urlaubszeit – betrieben werden, denn bereits ein kleiner Bedienfehler kann im schlimmsten Fall zu einem Wasserschaden führen.

Je nachdem, wie groß der Raum ist, kann ein passendes Gerät dafür ausgewählt werden. Wenn der Luftentfeuchter permanent in betrieb sein soll, dann reicht es meist schon, sich für ein kleines und günstiges Modell zu entscheiden. Schneller geht es allerdings mit einem großen Luftentfeuchter, da dieser eine höhere Leistung aufbringen kann und schnell für Trockenheit im Raum sorgt.
Falls man sich nach wie vor unschlüssig sein sollte, hilft ein Blick ins Internet: Kundenrezensionen von bestimmten Produkten oder auch unabhängige Ergebnisse von Tests von der Stiftung Warentest geben einen ersten Anhaltspunkt darüber, welche Geräte zu empfehlen sind.
Natürlich ist auch die Preisspanne der einzelnen Luftentfeuchter relativ groß. Hier kommt es im Endeffekt darauf an, was man von seinem Luftentfeuchter erwartet und wie man ihn einsetzen möchte bzw. was er leisten soll. Grundsätzlich ist es allerdings zu empfehlen, sich lieber für ein hochwertigeres Modell zu entscheiden, auch wenn dieses etwas mehr kosten sollte – meist arbeitet es zuverlässiger und ist langlebiger.